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Projektpartner Förderprogramm 2019

Im November 2018 hat die Jury des Förderprogramms Digitalisierung Berlin eine Empfehlung von 13 neuen Digitalisierungsprojekten zur Förderung im Jahr 2019 an die Senatsverwaltung für Kultur und Europa übergeben. Diese wurden anschließend von Kultursenator Dr. Klaus Lederer bestätigt. Insgesamt hatten sich für das neue Jahr 31 Projekte um die Fördergelder beworben. In der unten stehenden Tabelle finden Sie Kurzinformationen zu den Inhalten der Förderprojekte 2019 sowie die Namen der AnsprechpartnerInnen in den Institutionen.

Folgende Institutionen nehmen am Förderprogramm 2019 teil: Akademie der Künste, Archiv der Jugendkulturen, ARchiv und Sammlungen der Museen Tempelhof-Schöneberg, Berlinische Galerie, Georg Kolbe Museum, HTW Berlin (in Kooperationen mit dem Stadtmuseum Berlin sowie dem Verein für die Geschichte Berlins), Institut für Kunst- und Bildgeschichte der HU Berlin, Industriesalon Schöneweide, Mime Centrum, Museum für Kommunikation, Stiftung Deutsches Technikmuseum sowie Stiftung Stadtmuseum.

Der Jury 2019 gehörten an: Frau Anke Berghaus-Sprengel (Leiterin der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt), Frau Prof. Monika Hagedorn-Saupe (Stellvertr. Leiterin des Instituts für Museumsforschung), Herr Dr. Michael Hollmann (Präsident des Bundesarchivs), Herr Philipp Otto (iRights) sowie Herr Prof. Holger Simon (Pausanio GmbH&Co.KG).

Digitalisierung und Onlinestellung der Ausstellungskataloge der Preußischen Akademie der Künste Berlin

Projektgegenstand ist die Digitalisierung und Onlinestellung von 228 Ausstellungskatalogen aus dem Zeitraum 1786 bis 1943, die ca. 80.000 Werke von ca. 12.000 Künstlern beschreiben. Seit 1879 sind auch Abbildungen ausgewählter Kunstwerke enthalten. Der Antrag ist Teil eines größeren Gesamtprojektes mit dem Ziel eines Forschungsportals „Die Preußische Akademie der Künste. Künstler – Werke – (F)Akten“.

Ansprechpartnerin Akademie der Künste:

Website Akademie der Künste

Y-KLRMPFNST verständlich gemacht!
Konzeption für ein Pilotprojekt zur digitalen Edition von Zines

Das Archiv der Jugendkulturen e. V. plant im Rahmen seines laufenden Digitalisierungsprozesses für das Jahr 2019 die Durchführung eines Pilotprojektes zur digitalen Edition von (Fan-)Zines. Dazu wird eine Ausgabe des Westberliner Punk-Fanzines Y-KLRMPFNST als historisch-kritische Edition in digitaler Form erzeugt und dieses Artefakt des subkulturellen Erbes von Berlin erstmals einer breiten Öffentlichkeit online zugänglich gemacht – als Digitalisat in der Deutschen Digitalen Bibliothek und
auf einer projekteigenen Webpage.

Ansprechpartner Archiv der Jugendkulturen:

Website Archiv der Jugendkulturen

Digitalisierung des fotografischen Nachlasses von Herbert Tobias in der Berlinischen Galerie

Der fotografische Nachlass von Herbert Tobias (1924-1982) gehört zu den wichtigsten Konvoluten der Fotografischen Sammlung der Berlinischen Galerie. Die atmosphärisch dichten Stadtansichten aus dem existenzialistischen Paris und dem kriegszerstörten Berlin, die eindringlichen Porträts von Prominenten, die international publizierten Modeaufnahmen und erotischen Männerbilder vor allem der Berliner Zeit sind Zeitdoku-ment und doch zeitlos zugleich. Die Unmittelbarkeit, mit der Herbert Tobias die Welt erfasste und seinem Lebensgefühl Ausdruck gab, trägt bis heute.

Ziel des Digitalisierungsvorhabens ist, eine Auswahl von ca. 1.500 Vintage Prints über die Webseiten der Berlinischen Galerie, der Deutschen Digitalen Bibliothek und der Europeana der breiten Öffentlichkeit und der wissenschaftlichen Forschung verfügbar zu machen.

Ansprechpartnerin Berlinische Galerie:

  • Tanja Keppler
    E-Mail: keppler@berlinischegalerie.de

Website Berlinische Galerie

Figürliche Bildhauerei im Georg Kolbe Museum

Von 2013-2015 wurde der gesamte künstlerische Nachlass Georg Kolbes mit der finanziellen Unterstützung des Landes Berlin wissenschaftlich erschlossen, professionell digitalisiert und in der Deutschen Digitalen Bibliothek veröffentlicht. Im Gegensatz dazu steht die Sammlung von 230 Plastiken und 80 Plaketten von mehr als 50 anderen BildhauerInnen, die bisher nur unzureichend erfasst und kaum fotografisch dokumentiert wurde.

Ziel des diesjährigen Projektes ist es, diesen Teil der Kunstsammlung der interessierten Öffentlichkeit und der Forschung auf dem gleichen qualitativ hohen Erschließungs- und Digitalisierungsniveau zu präsentieren wie die Kolbe-Sammlung.

Ansprechpartnerin Georg Kolbe Museum:

Website Georg Kolbe Museum

virt:düppel - Digitalisierung von Kulturgut mit Schwerpunkt auf der Schaffung einer Datengrundlage zur Wissensvermittlung mit Virtual- und Augmented Reality

Das Museumsdorf Düppel, an der Stadtgrenze von Zehlendorf gelegen, zeigt ein mittelalterliches Dorf in seiner naturräumlichen Umgebung, wie es vor ca. 800 Jahren ausgesehen haben könnte. Mittelalterliche Häuser wurden anhand von archäologischen Funden und historischen Quellen rekonstruiert, ebenso Handwerke und die Landwirtschaft. Das Museumsdorf ist heute Bestandteil des Stadtmuseums Berlin.

Ziel des Projektes „virt:düppel“ ist die 3D-Digitalisierung des derzeitigen Bestandes von Bauwerken und ihrer Umgebung. Zum einen kann so eine detaillierte Dokumentation erfolgen, zum anderen kann mit den Methoden der Virtual Archaeology eine digitale Erweiterung und Diskussion/Ergänzung des Bestandes geschaffen werden. Nach der Eröffnung der neuen Dauerausstellung im Mai 2018, wird zurzeit die Überarbeitung des Außenbereichs geplant. In diesem Rahmen sind virtuelle Ergebnisse für neue Erschließungsebenen angedacht. Anhand der durchzuführenden Dokumentation wird die Datengrundlage geschaffen, um eventuell darauf aufbauend mithilfe der Verwendung von Technologien wie Augmented Reality, den Besuchern vor Ort weiterführende Informationen zu dem kulturellen Hintergrund zugänglich zu machen.

Ansprechpartner HTW:

Website HTW Berlin Gamedesign

Politik oder Genre? Bildwerke der DDR am Beispiel des Bezirks Lichtenberg Schwerpunkt zur Datenbank Bildhauerei in Berlin

Im Rahmen des Förderprogramms 2018 zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes des Landes Berlin entsteht die Datenbank „Bildhauerei in Berlin“ neu, die in Form einer mobilen Webanwendung Kunstwerke im öffentlichen Raum sowohl für Laien als auch für DenkmalpflegerInnen und WissenschaftlerInnen unterschiedlicher Fachrichtungen zugänglich machen wird.

Mit der Erfassung der Kunst im öffentlichen Raum – von den großen Denkmals- und Brunnenanlagen wilhelminischer Zeit bis zu den abstrakten Stahlplastiken der 1980er Jahre und den aktuellen künstlerischen Veränderungen - widmet sich das Projekt der HTW Berlin Objekten, die in hohem Maße repräsentativ für die Stadt sind, indem sie das Stadtbild mitprägen.

Für diese Datenbank soll im Jahr 2019 ein neuer Schwerpunkt gesetzt werden, der insofern ein aktuelles Desiderat darstellt, als dass die ernsthafte wissenschaftliche Beschäftigung mit der Bau- und Bildhauerkunst der DDR – jenseits der sogenannten „Ostalgie“ - knapp 30 Jahre nach dem Ende DDR eingesetzt hat und der Denkmalwert vieler Objekte aus dieser Zeit mittlerweile erkannt wird.

Ansprechpartnerin HTW:

Website HTW Museumskunde

Architekturbild ‐ Architektur, Städtebau und Museumspolitik im Dia der 1990er Jahre

Das Institut für Kunst- und Bildgeschichte der HU Berlin besitzt eine Mediathek mit einer umfangreichen Sammlung historischer Fotografien und Diapositive.

Gegenstand des diesjährigen Projektes ist die Digitalisierung, Erschließung und Online-Veröffentlichung von ca. 20.000 Diapositiven aus den Bildsammlungen der im Bereich der Architektur ausgewiesenen Wissenschaftler Nikolaus Bernau, Kai Kappel und Georg Schelbert. Die Fotografien aus den 1990er und frühen 2000er Jahren dokumentieren sowohl die Stadtentwicklung, als auch die Architektur- und Museumsgeschichte Berlins.

Ansprechpartner IKB

Website Institut für Kunst- und Bildgeschichte

Online-Präsentation des Technischen Fotoarchivs des ehemaligen Werks für Fernsehelektronik in Berlin-Oberschöneweide

Der „Industriesalon Schöneweide“ ist ein vereinsbetriebenes Technikmuseum, das sich mit der Geschichte und dem Wirken der ehemals in Schöneweide ansässigen elektrotechnischen
Betriebe befasst. Herzstück der Sammlung sind diverse Objekte, Maschinen und Archivalien des 2005 endgültig geschlossenen Werks für Fernsehelektronik, die seit den 80er Jahren von Mitarbeitern des WFs gesammelt und betreut worden waren.

Projektgegenstand ist die Digitalisierung und Online-Präsentation eines Teilbestandes des Technischen Fotoarchivs des ehemaligen Werks für Fernsehelektronik in Berlin-Oberschöneweide, um diesen einmaligen Bildbestand der interessierten Öffentlichkeit sowie Fachleuten und Wissenschaftlern zugänglich zu machen.

Ansprechpartnerin

Website Industriesalon Schöneweide

Nonverbales Theater im ehemaligen Ostteil Berlins 1970-1991. Digitalisierung von Beständen des Deutschen Theaters Berlin und des Internationalen Theaterinstituts/Mime Centrum Berlin zur Wirkungsgeschichte des Pantomime-Ensembles des Deutschen Theaters und des Pantomimentheaters vom Prenzlauer Berg

Projektgegenstand ist ein bedeutsamer, bislang aber weitgehend unbekannter und kaum aufgearbeiteter Aspekt der jüngeren Berliner Theatergeschichte: die Entwicklung nonverbaler Theaterformen in Berlin-Ost der 70er bis 90er Jahre. Sie wurde in besonderer Weise in der Arbeit zweier Ensembles – des Pantomime-Ensemble des Deutschen Theaters und des Pantomimentheater vom Prenzlauer Berg – manifest. Die Arbeiten der beiden Ensembles erreichten gerade in der kritischen Auseinandersetzung mit den künstlerischen und gesellschaftlichen Realitäten jener Zeit eine die Kunstszene Ost-Berlins und der DDR beeinflussende, aber auch international wahrgenommene Wirkung. Nur in der gemeinsamen Betrachtung dieser beiden Ensembles kann die einzigartige Wirkung des nonverbalen Theaters in der Berliner Kultur jener Zeit verdeutlicht werden.

Ziel dieses Projekts ist daher die gemeinsame Erschließung, Digitalisierung und Zugänglichmachung der Bestände zum Pantomimentheater vom Prenzlauer Berg und zum Pantomime-Ensemble des Deutschen Theaters. Das Internationale Theaterinstitut Deutschland (ITI) als Projektkoordinator und bestandshaltende Institution zum Pantomimentheater vom Prenzlauer Berg plant dabei in Kooperation mit dem Deutschen Theater Berlin (bestandshaltende Institution zum Pantomime-Ensemble), diese einmaligen Bestände auf einer gemeinsamen Plattform zu präsentieren und damit den Grundstein zu legen für den öffentlichen Zugang zu einem wichtigen Teil der Berliner Kunst- und Zeitgeschichte.

Ansprechpartnerin Mime Centrum

Website Mime Centrum

Ein Zimmer für Frau allein! Der Protest gegen die Wohnungspolitik West-Berlins Anfang der 1980er Jahre

Mit dem Projekt „Ein Zimmer für Frau allein – Der Protest gegen die Wohnungspolitik West-Berlins Anfang der 1980er Jahre“ soll ein Teilbestand der Negativ-Sammlung des Fotografen Jürgen Henschel digitalisiert werden. Die rund 23.000 Schwarz-Weiß-Negative umfassende Sammlung wurde bisher noch nicht für die Öffentlichkeit erschlossen.

Ansprechpartnerin Museen Tempelhof-Schöneberg:

Website Museen Tempelhof-Schöneberg

Vom "Buch der Narren" zum wiederentdeckten Informationsspeicher - Berlins Fernsprechbücher 1881-1900

Das Museum für Kommunikation Berlin gilt als das älteste Postmuseum der Welt und ist zudem eines der ältesten Berliner Museen. 

Projektziel ist die Digitalisierung und damit Erhaltung der ersten 30 Berliner (zugleich deutschen) Fernsprechbücher der Jahre 1881-1900, einer unikalen, bislang aus konservatorischen Gründen gesperrten, wertvollen Berliner historischen Informationsquelle mit dem Ziel der Implementierung in die Deutsche Digitale Bibliothek und der Sichtbarkeit auf Berlins kulturelles Erbe in Spezialbibliotheken der Stadt.

Ansprechpartnerin

Website Museum für Kommunikation Berlin

Digitalisierung der historischen Bildstelle
1984-2004 / Teilbestand I

Das Deutsche Technikmuseum in Berlin steht in der Tradition zahlreicher technikhistorischer Sammlungen, die über 120 Jahre in Berlin beheimatet waren und deren Bestände im Museum eine neue Heimat fanden.

Die SDTB hat sich für die schrittweise Digitalisierung und Erschließung der historischen Bildstelle entschieden, da dieser Bestand für die geschichtliche Dokumentation sowohl des Museums, als auch des Anhalter Güterbahnhofs / des Gleisdreieck-Geländes von entscheidender Bedeutung ist. Bisherige Nachfragen und Zugriffe auf den Bestand unterstreichen seine Bedeutung und das große öffentliche Interesse. Den Bestand unter der Lizenz CC BY (Fotos) und CC0 (Metadaten) für die digitale Nachnutzung verfügbar zu machen, ist ein wesentliches Ziel dieses Projektes.

Ein weiteres Ziel dieser Digitalisierungsmaßnahme ist die Verknüpfung der historischen Bildstelle mit weiteren historischen Sammlungen zum Gleisdreieckgelände, die bereits im Bestand des Historischen Archives des Museums in der Archivsoftware AUGIAS verzeichnet sind.

Ansprechpartnerin

Website Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin

Digitalisierung und Verfügbarmachung restaurierter Manuskripte von Theodor Fontane

Theodor Fontane gehört zu den wichtigsten Vertretern des Realismus in der deutschen Literatur. Der Fontane-Nachlass im Stadtmuseum zählt zu den umfangreichsten Dichternachlässen im deutschen Sprachraum. Ein herausragender Teil, nämlich die Manuskripte der zu Lebzeiten des Dichters erschienenen Werke, befinden sich seit 1902 im Besitz des Märkischen Museums, heute Stiftung Stadtmuseum Berlin. Sie bilden den Kernbestand des umfangreichen Dichternachlasses, der in mehr als 50 Institutionen bewahrt wird. Insgesamt befinden sich 19 Manuskripte Fontanes in der Sammlung.

Ansprechpartner Stiftung Stadtmuseum

Website Stiftung Stadtmuseum Berlin