Projektpartner:innen Förderprogramm 2026
Im Oktober 2025 hat die Jury des Förderprogramms Digitalisierung Berlin ihre Empfehlung für neue Förderprojekte an die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt übergeben. Die Projekte wurden von der Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson bestätigt. Insgesamt wurden 34 Anträge auf eine Projektförderung eingereicht.
Hier finden Sie Kurzinformationen zu den Inhalten der Digitalisierungsprojekte 2026 sowie die Namen der Ansprechpartner:innen in den Institutionen.
Sonic Inventions – Digitalisierung und Erschließung der Bestände des Festivals Inventionen im Archiv des Berliner Künstlerprogramms des DAAD
Mit dem Projekt Sonic Inventions möchte das Berliner Künstlerprogramm des DAAD für 2026 die Aufarbeitung der Archivbestände zum Festival für elektroakustische Musik Inventionen leisten, welches von 1982 bis 2010 existierte.
Das Ziel ist die Erschließung, Digitalisierung und Zugänglichmachung von Konzertdokumentationen in Bild und Ton sowie von Projektakten, in denen die Entwicklung des Festivals dokumentiert ist. Inventionen kam in den Jahren vor 1989 eine wichtige Funktion zur Etablierung und Vernetzung einer international ausgerichteten Szene elektroakustischer Musik und Klangkunst in West-Berlin zu. In den Jahren nach der Wiedervereinigung verlagerte sich die Zusammenarbeit mit Akteurinnen und Räumen im Osten der Stadt: Die neu entstandenen Freiräume in Ost-Berlin wurden so zu einem zentralen Moment zur Konsolidierung einer freien Szene experimenteller Musikpraxis, die bis heute Bestand hat und den Ruf Berlins als Metropole der Klangkunst und der elektronischen Musikproduktion begründet hat.
Ziel des Projekts Sonic Inventions ist es, diese für die Entwicklung einer international orientierten, experimentellen Musik- und Klangkunst-Szene grundlegenden Dokumente zu sichern und einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Ansprechpartner:innen Berliner Künstlerprogramm des DAAD
- Silvia Fehrmann
E-Mail: fehrmann.berlin@daad.de

Das Digitalisierungsprojekt „Wichtig wie das Atmen“ – Digitalisierung des zeichnerischen Werks von Bernhard Heiliger stellt eine bereichernde Ergänzung des bereits vorhandenen Online-Bestandes aus Skulpturen und historischen Fotografien dar. Heiliger selbst sagte in einem Gespräch 1981, dass das Zeichnen für ihn so „wichtig wie das Atmen“ sei. Das in der Stiftung verwahrte Konvolut von knapp 360 Zeichnungen und Lithografien aus den 

Michael Meinecke, ehemaliger Direktor des Museums für Islamische Kunst, verbrachte seine Schulzeit und den ersten Teil seines Forscherlebens in der Türkei, mit der er stets eng verbunden blieb. Die Digitalisierung seiner Sammlung zur Türkei, die Bestand des Museumsbildarchivs ist, und auf wissenschaftlicher Fotografie basiert, bildet das Zentrum des Projektes.
Ziel des Projekts Be thou still there with me? ist die Archivierung von Tanz-Produktionen, die digitale Arbeitsprozesse nutzen und vielfältige Medientechnologien einsetzen. Das Projekt wird in Kooperation mit der Choreografin Yui Kawaguchi sowie der Mediathek für Tanz und Theater unter der besonderen Berücksichtigung der künstlerischen, bewegungs- und körperorientieren Arbeitsweisen im Tanz durchgeführt.
Der 2024 dem Technikmuseum (zunächst) als Depositum übergebene Bestand umfasst rund 11.000 Glasnegative im Format 13 × 18 Zentimeter, die aus der Zeit zwischen etwa 1925 und 1944 stammen und bislang kaum veröffentlicht wurden, wenn man von Abdrucken in der zeitgenössischen Presse absieht, denen Stöcker seine Bekanntheit verdankte. Das Werk besteht zum einen aus 370 Bildserien zu politischen, kulturellen oder sportlichen Tagesereignissen. Der andere Teil des Nachlasses besteht aus 350 Bildserien zur Luftfahrt, die im Laufe der Zeit zu Stöckers bevorzugten Thema wurde. 