Gemeinsam intelligenter? Mensch-Maschine-Kooperationen: Sonderfolge zur digiS-Jahreskonferenz 2025
Die digiS-Jahreskonferenz 2025 fand am 28. November 2025 im Zuse-Institut Berlin und online statt, im ausführlichen Konferenzbericht kann die Veranstaltung in Gänze nacherlebt werden. Als auditives Extra-Schmankerl haben wir (wie schon letztes Jahr) das Nachmittagspanel als Podcast-Folge aufbereitet!
Zur FolgeModeriert von Prof. Dr. Katrin Glinka, Professorin für digitale Museumsdokumentation und Transformationsmanagement an der HTW Berlin, ging die Podiumsdiskussion der Frage nach, ob wir mit „der Maschine“ (= KI) eigentlich gemeinsam intelligenter werden können. Gäst:innen dieser Runde waren Dr. Elisabeth Böhm, Geschäftsführerin des digiCult-Verbundes, Georg Hohmann, Leiter der Digitalabteilung des Deutschen Museums in München, und Sven Kriese, Direktor des Landesarchivs Berlin.
Für Elisabeth Böhm soll KI bei der Objekterfassung, Verschlagwortung und Normdatenvergabe unterstützen. Besonders wertvoll kann KI als Werkzeug für kleine Museen mit wenig Fachpersonal sein.
Laut Georg Hohmann ermöglicht KI in Form von bekannten Prozessen wie OCR, RAG u.ä. die Massenverarbeitung von Daten. Museen besitzen tatsächlich Massen an wertvollen strukturierten Daten, was jedoch auch Big Tech anzieht und ein Risiko von Abhängigkeiten mit sich bringt.
Sven Kriese erzählte unter anderem mutig über das Scheitern eines (KI-)Projekts: die Transkription einer Einwohnermeldekartei, die zu fehlerhaft erfolgte, dadurch zu viel Nacharbeit erforderte und natürlich mit Datenschutzproblemen einherging.
Die Panelist:innen waren sich einig: KI kann Kulturinstitutionen stark entlasten, vor allem bei Massenbeständen, ergänzt jedoch menschliche Arbeit eher als diese zu ersetzen. Kooperatives Arbeiten auf allen Ebenen ist dafür der Erfolgsfaktor. Offene, gute Daten, gemeinsame Infrastruktur, Kooperation und KI-Kompetenz sind und bleiben entscheidend.
Viel Spaß beim Hören!
