Ausschreibung des digiS-Förderprogramms noch bis 15. Juli 2026, 13:00 Uhr 

Ein inoffizieller Countdown als Spielerei unseres Kollegen Dr. Alexander Winker. 

Bereits seit 2012 unterstützt die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Kultureinrichtungen in Berlin dabei, ihre Sammlungen und Bestände digital zu erschließen und für die Öffentlichkeit online zugänglich und möglichst offen nachnutzbar zu machen. In diesem Jahr können sich Berliner Kulturerbeinstitutionen noch bis zum 15. Juli 2026, 13:00 Uhr für das Förderprogramm zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes des Landes Berlin für das Jahr 2027 bewerben. Die Bewerbung erfolgt online über das Serviceportal des Landes Berlin, alle Informationen für eine erfolgreiche Bewerbung inklusive der einzureichenden Unterlagen stehen hier auf der digiS-Webseite

Veranstaltungs- und Workshoprückblick

Bitte auf den jeweiligen Monat klicken, um einen detaillierten Einblick in digiS-Tätigkeiten zu bekommen! 

digiS macht und tut

Updates zum KI-Projekt

Das Stadtmuseum Berlin macht seine Sammlung für Nicht-Expert:innen zugänglicher und entwickelt hierfür einen KI-basierten Workflow zur Metadatengenerierung. Der Workflow generiert GND-normierte Schlagworte in zeitgemäßer, barrierearmer und ethisch geprüfter Sprache. Dabei nutzt das Stadtmuseum eine Kombination aus verschiedenen Large Language Models, die in Aufgabenteilung die Digitalisate sequenziell bearbeiten und sich gegenseitig prüfen. Der Workflow setzt dabei auf selbst gehostete Open-Source-Modelle und umfassende Modell-Prompts, die ethische und museologische Regeln zur Qualitätssicherung kodifizieren. digiS hat den innovativen Ansatz im Rahmen seines KI-Projektes aufgegriffen. Ziel ist es, den Workflow in Kooperation mit dem Stadtmuseum und dem Landesarchiv Berlin wissenschaftlich zu bewerten und seinen Einsatz für Bestände anderer Kulturerbeeinrichtungen zu fördern. 

Save the Date! 27. November 2026, 10-16 Uhr –  digiS-Jahreskonferenz 

Die Zukunft erinnert sich – Kulturerbe digital weiterdenken. Nachhaltig bewahren, offen teilen

Begegnungen und Standpunkte von Hubertus von der Goltz, Berlin-Marzahn-Hellersdorf.|Foto: Singlespeedfahrer|Lizenz: CC0 1.0

Digitale Resilienz ist das Leitmotiv/-thema der Jahreskonferenz 2026. Aus unterschiedlichen Perspektiven wollen wir mit unseren Gästen diskutieren, welche digitalen Infrastrukturen es braucht, um Kulturdaten krisenfest zu machen und handlungsfähig zu bleiben. Wie lässt sich Digitalisierung in Institutionen nachhaltig umsetzen? Was bedeutet eine FAIrRe und offene Bereitstellung von Daten? Welche Rolle können KI-Anwendungen für digitale Nachhaltigkeit und Resilienz spielen? Und welche Werkzeuge, Erfahrungen und Kooperationen stehen uns bereits heute zur Verfügung, um uns verlässlich und lösungsorientiert durch die vielfältigen Herausforderungen des digitalen (Kulturdaten-)Lebens zu bringen? Und natürlich werden sich auch die diesjährigen Projektpartner:innen wieder bei der traditionellen Minute Madness und Postersession präsentieren.

Wir arbeiten in Q3 fleißig am Programm – weitere Neuigkeiten kommen hier, bei Mastodon und Linkedin und über unsere digiS-Mailingliste.

Neuigkeiten aus unserem Netzwerk

Handreichung: Wikidata in Museen, Archiven und Bibliotheken

„Digitalisierte Sammlungen entfalten ihr volles Potenzial für Forschung, Vermittlung und Partizipation erst in der Vernetzung untereinander, als verknüpfte offene Kulturdaten. Die offene Wissensdatenbank Wikidata ist hier ein wichtiger Knotenpunkt. Zum Beispiel sind weltweit über eine Million Gemälde in Wikidata erfasst. (…) Doch was bedeutet das für die Sammlungen? Welche Vorteile hat es, zu diesem offenen Wissensspeicher beizutragen? Und was ist besonders an dieser Community-Plattform? Mit dieser Handreichung stellen wir die Vorteile von Wikidata für Kulturerbeinstitutionen vor!“ (Lukas Fuchsgruber, Wikimedia Deutschland)

Zur Handreichung: https://meta.wikimedia.org/wiki/File:Wikidata_in_Museen,_Archiven_und_Bibliotheken.pdf

Positionspapier zur Entwicklung von Open Research

„Open Research soll der Standard für die Produktion, Vermittlung und Nachnutzung von Wissen in Berlin werden: Auf dieses strategische Ziel haben sich Vertreter*innen der Berliner Wissenschafts- und Kulturerbe-Einrichtungen in einem neuen Positionspapier geeinigt. Verfasst hat das Papier die Landesinitiative Open Research Berlin, der Prozess wurde durch das Open Research Office Berlin koordiniert. Hintergründe und Inhalt des neuen Papiers werden im Folgenden kurz erläutert. Mit der Veröffentlichung startet eine öffentliche Kommentierungsphase, so dass sich alle Interessierten einbringen und den Prozess mitgestalten können.“ (Neufend, M. (2026): Berliner Landesinitiative veröffentlicht Positionspapier zur Entwicklung von Open Research. Open Research Blog Berlin. https://doi.org/10.59350/095nq-pd042.)

Neue Studie des Instituts für Kulturelle Teilhabeforschung zeigt: Jeder Euro Kulturförderung bringt Berlin mehr als 3,50 Euro zurück

„Öffentliche Kulturförderung ist eine Investition, die sich für Berlin vielfach rentiert: Das zeigt die neue IKTf-Studie ‚Kultur als Standortfaktor in Berlin‘, die von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt gefördert wurde. Erstmals werden die ökonomischen Effekte von Kultur umfassend und datenbasiert analysiert, dabei werden auch individuelle und gesellschaftliche Wirkungen von Kultur berücksichtigt.

Das zentrale Ergebnis: Jeder Euro, den das Land Berlin in Kultur investiert, erzeugt durchschnittlich mehr als 3,50 Euro wirtschaftliche Rückflüsse. Den jährlich rund 528 Millionen Euro Kulturförderung stehen 1,88 Milliarden Euro an Rückflüssen gegenüber – ein Überschuss von mehr als 1,35 Milliarden Euro jährlich. Berücksichtigt man zusätzlich drei gesondert ausgewertete Gedenkstätten und Erinnerungsorte mit ihrem besonders hohen touristischen Besuchsaufkommen, steigt der jährliche Gesamtrückfluss sogar auf bis zu 4,65 Milliarden Euro.“ Weiterlesen

Danke für die Aufmerksamkeit, GaliGrü und ein schönes Q3 allerseits!