Alle Jahre wieder… beginnt das digiS-Jahr irgendwann im Januar mit dem Auftakttreffen der neuen Projekte. Heute haben wir die neun neuen Projekte bei uns im Zuse-Institut Berlin begrüßt und dabei nochmal über unser (nicht allzu ernst zu nehmendes) Thema reflektiert: 2026 ist Rhyolith-Jahr – Rhyolith ist ein Gestein, das sowohl Baumaterial als auch Schmuck werden kann. Zudem steht es laut der griechischen Wortherkunft für „fließender Stein“, auch darüber kann man mal nachdenken.
Nun zu unseren neuen Projekten:
- Die Stiftung Deutsches Technikmuseum ist mit Bildreportagen zu Politik, Kultur und Luftfahrt von Alexander „Alex“ Stöcker vertreten. Besonders Luftfahrt-Interessierte werden hier viel Freude haben.
- Die Bernhard-Heiliger-Stiftung digitalisiert Zeichnungen von Bernhard Heiliger, den man von zahlreichen Skulpturen aus dem Berliner Stadtraum kennt. Zeichnen war für Heiliger „…so wichtig wie das Atmen.“
- Das Mitte Museum kooperiert mit dem FHXB Friedrichshain-Kreuzberg-Museum für die Digitalisierung von Fotografien von Monika Uelze, die Ost-Berlin zwischen Neubau und Rekonstruktion dokumentierte und in diesem Projekt nun die Aufmerksamkeit bekommt, die ihre Fotografien verdienen.
- Die Freunde des Museums für Islamische Kunst e.V. digitalisieren die Sammlung des ehemaligen Direktors Michael Meinecke. Ein Anliegen des Museums für Islamische Kunst ist das Erzählen deutsch-türkischer Geschichte/n.
- Die Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen stellt Pläne von drei Jahrzehnten Gefängnisarchitektur zur Verfügung, die raumstrukturelle Veränderungen der ehemaligen Haftanstalt sichtbar machen. Viele Bauzeichnungen wurden von Gefangenen angefertigt.
- Die Domäne Dahlem stellt in ihrem Projekt das Wirken und die Person Hildegard Haase vor. Im digiS-Jahr 2025 wurden bereits Arbeiten des Agrarjournalisten Hans Haase aufgearbeitet – dabei fiel auf, dass seine Ehefrau zu Unrecht in Vergessenheit gerät.
- Das Internationale Theaterinstitut Zentrum Deutschland e.V. macht Tanz-Produktionen, die digitale Arbeitsprozesse nutzen und vielfältige Medientechnologien einsetzen, digital verfügbar. Das digiS-Projekt fokussiert sich auf die Künstlerin Yui Kawaguchi und hat zum Ziel, ein best practice für die Archivierung von Virtual Reality zu erarbeiten.
- Das Brücke-Museum ist dieses Jahr mit Gebrauchskunst der Brücke-Künstler:innen vertreten und digitalisiert Druckgrafiken und die dazugehörigen Holzstöcke. Mit den Holzstöcken lässt sich der Herstellungsprozess auf eindrückliche Weise vermitteln.
- Das Berliner Künstlerprogramm DAAD arbeitet die Archivbestände zum Festival für elektroakustische Musik „Inventionen“ auf. „Inventionen“ war in den Jahren vor 1989 wichtig für die Etablierung und Vernetzung einer international ausgerichteten Szene elektroakustischer Musik und Klangkunst in West-Berlin.

Foto: Fabian Winkler























Zugang gestalten! 2025 in der
Erarbeitet wird die Empfehlung durch die AG Minimaldatensatz: Die AG Minimaldatensatz wurde 2022 von den Fachstellen Museum und Mediathek Fotografie/Ton der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) und der AG Digitalisierung der Konferenz der Museumsberatungsstellen in den Ländern (KMBL) sowie digiS Berlin initiiert. Mitglieder der AG sind Vertreter:innen des Instituts für Museumsforschung – Staatliche Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Fachgruppe Dokumentation im Deutschen Museumsbund (DMB), der Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland – Humboldt-Universität zu Berlin, der digiCULT-Verbund eG, von museum-digital Deutschland e. V., NFDI4Culture, NFDI4Memory, NFDI4Objects, des Museums für Naturkunde Berlin und des Übersee-Museums Bremen.