Gemeinsam mit dem Open-Access-Büro Berlin hatten wir am 26. April zum Workshop “Berlin Open GLAM: Open-Access-Praktiken in Berlins Kulturerbeinstitutionen” eingeladen.
Bei dem Workshop haben unsere Kolleg:innen zusammen mit Vertreter:innen von Berliner Kulturerbeeinrichtungen und Professionelle aus dem Open GLAM-Bereich die Ergebnisse einer Interviewstudie vorgestellt und diskutiert.
Zum einen wurde diskutiert, wie eine engere Verzahnung einer landesweiten Initiative für Open Research mit den Zielen von Kulturerbeinstitutionen in Einklang gebracht werden kann und zum anderen, welche Kooperationsbedarfe und -potenziale insbesondere mit den Universitäten und Hochschulen gesehen werden. Orientiert an den Schwerpunkten der Studie fand ein Austausch an virtuellen Gruppentischen zu den Themen Rechtsfragen, Nachhaltigkeit, Kooperation und Standardisierung statt.
Der Workshop zeigte, dass sich die Berliner Kulturerbeeinrichtungen bereits auf dem Weg zu mehr Openness befinden. Zudem besteht ein starker Wunsch nach Austausch. Eine Landesinitiative Open Research Berlin kann den Wissenstransfer zwischen allen Berliner wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen stärken. Die Etablierung eines entsprechenden Netzwerks könnte die Einrichtungen mit Fortbildungsangeboten unterstützen und Raum für den direkten Austausch ermöglichen.
Ausgehend von den CARE-Prinzipien wurde deutlich, dass neben rechtlichen auch ethische Fragen der Objektdigitalisierung in einer nachhaltigen Strategieentwicklung mitbedacht werden müssen. Eine zusätzliche Beratung, ergänzend zu einer rechtlichen Clearingstelle, wäre hier denkbar.
Knappe Ressourcen und unterschiedliche Herausforderungen zeigen die gewünschten Unterstützungsangebote seitens des Landes auf, die sich auf die Punkte Kooperation, Unterstützung bei rechtlichen und ethischen Aspekten sowie Nachhaltigkeit konzentrieren. Eine Landesinitiative Open Research Berlin wird von allen Teilnehmenden begrüßt.
Am 28. April 2022 fand der diesjährige Girls‘ Day statt und auch KOBV und digiS waren mit einem digitalen Workshop dabei. Die dreistündige, interaktive Veranstaltung mit dem Titel „Das Internet neu denken – Wünsche an die Welt von morgen“ richtete sich an Mädchen zwischen 12 und 14 Jahren. Insgesamt haben acht Mädchen aus ganz Deutschland teilgenommen. Nach einer kurzen Kennenlernrunde ging es direkt weiter mit einem interaktiven Vortrag – dieser bestand aus vier kurzen Vortragsteilen, nach denen die Mädchen jeweils mit vielen Fragen in das Gespräch eingebunden wurden. Im Fokus stand der Austausch und die Diskussion zum Thema. Inhaltliche Schwerpunkte des Vortrags waren die Entstehungsgeschichte des Internets, Digitale Teilhabe, Digital Gender Gap und der Vertrag für das Internet. In diesen Zusammenhängen wurde darauf aufmerksam gemacht, wie unterschiedlich die digitale Teilhabe, sei es durch fehlende finanzielle Mittel oder durch fehlende Kompetenzen, global immer noch ist und wie einseitige, unreflektierte Datensets in vermeintlich objektiven Algorithmen zu diskriminierenden Ergebnissen führen. Im letzten Teil des Vortrags wurden Möglichkeiten aufgezeigt, wie sich Menschen im Internet aktiv beteiligen können, sei es nun durch die Teilnahme an Schreibmarathons in der Wikipedia, durch die Teilnahme an Hackathons und Programmierkursen oder durch netzpolitisches Engagement. Diskutiert wurden Frage wie, ob ein Leben ohne Internet überhaupt noch vorstellbar ist, welchen Raum Medienkompetenz im Lehrplan einnehmen sollte und was im Internet momentan nicht so gut läuft
Gezeichnet von Ana
Im zweiten Teil der Veranstaltung sollten die Mädchen das eben Besprochene im kreativen Schreiben verarbeiten und eigene Aspekte einbringen. Mit der Frage „Wie stellt ihr euch das Internet im Jahr 2060 vor?“ sollten Zukunftsvisionen erdacht und kreativ auf Papier gebracht werden. Dabei sind kleine Geschichten, Bilder und Gedankenspiele entstanden. Besonders beschäftigt hat die Mädchen das Thema Hass und Betrug im Netz.
„2060: Jeder hat mindestens ein Gerät mit dem er ins Internet gehen kann. Von überall wurde zum Spenden von Geräten und Geld für Internet aufgerufen und durch das Internet konnten die wichtigsten Infos schnell verbreitet werden. Wenn jemand Fragen hat, kann er einfach im Internet nachsehen, denn dort wird alles überprüft. Jeder der sich falsch verhält, wird nicht nur geblockt, sondern muss auch mit jemandem darüber sprechen, was und warum er das getan hat. Jeder kann sich schnell und einfach in der ganzen Welt engagieren. Durch den zusammenhält und die schnelle Kommunikation konnten Streite zwischen Ländern gelöst und Frieden gebracht werden. Die Politiker können einfach die Meinungen aller sehen und hören. Jeder arbeitet wo er will und niemand wird in irgendeiner Weise diskriminiert, da jeder nun auch mit jedem befreundet ist und befreundet sein kann. Alle können schnell und sicher Nachrichten tauschen. Zwar werden die Nachrichten gecheckt, zum Beispiel ob es sich um mobbing handelt, doch wenn es friedliche Nachrichten sind, wird nichts damit gemacht und die Daten werden nicht missbraucht.
In den Schulen wird kaum noch auf Papier geschrieben, sondern digital, was dem Klima gut tut. Die Natur wird generell mehr geschützt, da jeder sich informieren kann wie schön die Welt ist und jeder die wunderbare Pflanzen- und Tierwelt kennenlernt, nicht nur die in der eigenen Heimat. Wer sich einer Gruppe anschließen möchte, die sich für ein Thema das einen interessiert einsetzt, kann man sich dieser anschließen und sich mit ihr besprechen. Egal an welchem Ort. Dadurch dass jeder auf dem neusten Stand der Dinge ist, kann rechtzeitig vor Unwettern, Erdbeben und anderen Katastrophen gewarnt werden. Die Welt ist friedlich und jeder kann machen und werden was er will, solange er damit niemandem Schadet.
Wird die Welt so? Vielleicht. Kann die Welt so werden? Ja. Wie kann die Welt so werden? Das liegt in deiner Hand.“
Text von Friederike
Wir haben uns sehr über den Austausch und die Teilnahme aller acht Mädchen gefreut und hoffen den Workshop im nächsten Jahr wieder anbieten zu können. Dabei planen wir verstärkt zu den eigenen Beiträgen der Mädchen ins Gespräch zu kommen und die dort genannten Punkte zu diskutieren.
Rechteangabe zum Bild der Uhr: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de
Rechteangabe zum Mode-Bild: https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/deed.de
Gemeinsam mit dem Open-Access-Büro Berlin laden wir Sie herzlich zum Workshop „Berlin Open GLAM: Open-Access-Praktiken in Berlins Kulturerbeinstitutionen“ am 26. April von 9.30-12 Uhr ein (ONLINE).
Bei dem Workshop wird zum einen diskutiert, wie eine engere Verzahnung einer landesweiten Initiative für Open Research mit den Zielen von Kulturerbeinstitutionen in Einklang gebracht werden kann und zum anderen, welche Kooperationsbedarfe und -potentiale insbesondere mit den Universitäten und Hochschulen gesehen werden.
Der Workshop steht allen Interessierten offen. Bitte melden Sie sich unter diesem Link an.
Die Plattform museum-digital (md) bietet Museen die Möglichkeit, ihre Objektinformationen im Internet sichtbar, zugänglich und verfügbar zu machen. Mehr als 750 Museen bundesweit nutzen inzwischen museum-digital als Werkzeug, um ihre Objekte im Netz zu veröffentlichen, aber vor allem auch, um sie miteinander im Kontext zu zeigen, Bezüge untereinander herzustellen und damit auch das Auffinden zu erleichtern.
museum-digital bietet sich zudem als Inventarisierungswerkzeug an. Für Museen ohne eigenes Programm zur digitalen Sammlungserfassung ist museum-digital eine einfach handhabbare und kostengünstige Lösung. Viele digiS-Partner:innen haben museum-digital bereits erfolgreich in ihren Projekten eingesetzt.
In unserer ca. dreistündigen Online-Veranstaltung am 07.04.2022 von 14-17 führt Dr. Stefan Rohde-Enslin von museum-digital in die Inventarisierungsmaske des Programms ein und vermittelt dabei Grundlagen der Bestandserfassungsarbeit mit md. Bei Interesse melden Sie sich bitte unter digis@zib.de per Mail für die Veranstaltung an.
Für mehr aktuelle Informationen zu weiteren digiS-Workshops besuchen Sie gerne unsere Workshop-Seite.
Um Berliner Initiativen und Projekten Sichtbarkeit zu verleihen und die Stärkung von Open Research in Berlin voranzutreiben, hat das Open-Access-Büro Berlin im Herbst 2020 gemeinsam mit You, We & Digital und mit Unterstützung der Berlin University Alliance (BUA) das Projekt „Berlin Open Research and Culture“ gestartet.In einer sich 2021 anschließenden Interviewstudie wurden ausgewählte Berliner Kulturerbeinstitutionen zu strategischen Positionen sowie zu Maßnahmen und ihren Bedarfen hinsichtlich Open Access und Open Research befragt.
Das OA Büro Berlin bietet am 26. April 2022 nun einen Workshop an, um die Ergebnisse der Interviews vorzustellen und um im Gespräch mit Ihnen, den Teilnehmenden aus Berlins Kulturinstitutionen, der Frage nachzugehen, wie openGLAM und Open Research stärker mit den Zielen von Kulturinstitutionen verknüpft werden können.
Wir freuen uns auf eine anregende Diskussion mit Ihnen.
Der allgemeine Hype um das Thema Künstliche Intelligenz (KI) hat auch die Museumswelt erfasst. Große Häuser wie das Met präsentieren mit Aufsehen erregenden Kooperationsprojekten neue Wege der KI-gestützten Analyse und Darstellung ihrer Sammlungen. Unser Workshop „Reality Check – Machine Learning für Museen?“ soll hingegen in erster Linie dabei helfen, den Begriff KI zu „entmystifizieren“. Wie stellt man fest, ob KI ein Thema für die eigene Institution sein bzw. in nächster Zeit werden könnte? Die Veranstaltung soll dazu dienen erste Entscheidungshilfen zu dieser Frage zu geben und das Thema des Maschinellen Lernens (ML) als der eigentlichen Grundlagentechnologie für KI zu beleuchten.
Unter dem Motto “If life gives you lemons, make lemonade” haben wir am 23. und 24. November gemeinsam auf das vergangene digiS Jahr zurück geblickt. Wer nicht dabei sein konnte oder sich gerne wieder zurück erinnert, kann nun in unserer Nachlese zur Jahreskonferenz Einblicke in alle Beiträge der Konferenz erhalten.
Das neue Jahr beginnt für uns leider mit einem Abschied – Heinz-Günter Kuper verlässt das digiS-Team für eine neue Stelle an der HTWK Leipzig. Und daher suchen wir nun ab sofort Verstärkung. Wer Interesse hat mit uns daran zu abeiten, dass Berlins Kulturerbe digital und nutzbar dauerhaft zur Verfügung steht und sich gemeinsam mit uns und unseren Partner:innen aus den hiesigen Kulturinstitutionen über die vielfältigen Themen der Digitalisierung (aka Digitale Transformation) auseinanderzusetzen, der möge sich bis 11. März 2022 bei uns bewerben.
Wir wollen uns zuallererst ganz herzlich bei unseren Projekt- und Netzwerkpartner:innen bedanken.
Unseren 12 Projektpartner:innen sei hier gedankt für die geleistete tolle Arbeit an den Digitalisierungsprojekten trotz der leider noch immer pandemie bedingten widrigen Umstände. Danke für Eure ungebrochene Motivation und Euer Engagement.
Die Digitalisierungsprojekte 2021 haben sich erneut mit den verschiedensten Facetten Berlins beschäftigt.
Hier ein Rückblick auf die 2021er Projekte:
Die digitale Edition des Briefwechsels der Brüder Grimm (Projektträger Grimm-Sozietät zu Berlin e. V.) zeigt den Wert Berlins als Zentrum der entstehenden modernen Philologien im 19. Jahrhundert; sie geben zudem Zeugnis von Kultur und Lebensalltag der Zeit. Der Briefwechsel wird zusammen mit der Staatsbibliothek zu Berlin – SPK digitalisiert, dort liegen die Briefe auch im Original.
Einen anderen Blick auf die Lebenswirklichkeiten des 19. Jahrhunderts nehmen die Werke (Gemälde, Grafiken) von “Berliner Künstlerinnen” ein. Das Projekt des StadtmuseumsBerlin macht ausschließlich Werke von Frauen digital zugänglich und nutzbar. Neben der digitalen Publikation von mehr als 300 Objekten geht es hier um die digitale lexikographische Erschließung der Biographien der Künstlerinnen. Dieses Projekt wird übrigens parallel im Brandenburger Förderprogramm betrieben – das erste Digitalisierungsprojekt dieser Art.
“Berlin Patterns” – das Stichwort aus dem zweiten Projekt des Stadtmuseums – der Digitalisierung von Stickmusterbögen (Mitte 19. Jahrhundert). Neben der klassischen Digitalisierung und Veröffentlichung widmet sich das Projekt der Frage, wie dieser Bestand aus gemeinfreien Stickmustervorlagen die Stick-Kreativ-Community des 21. Jahrhunderts inspirieren und zur weiteren Nutzung der Daten anregen kann.
Gänzlich andere Berliner Muster werden im Projekt des Lette Verein Berlin aufgetan: Berlin zeichnet Mode – Die Zeichentradition in der Modeausbildung in und an Berliner Modeschulen wird in diesem Projekt digital und abschließend in einer virtuellen Ausstellung dargestellt. Der Lette Verein kooperierte im Projekt 2021 mit dem Stadtmuseum Berlin, der HTW Berlin sowie der Kunstbibliothek (SPK).
Theater- und technikgeschichtliche Spuren hinterlässt die Berliner Bühnentechniker-Dynastie Brandt und leistete damit ihren Beitrag zum Ruf Berlins als der Theatermetropole zwischen dem 19. und dem 20. Jahrhundert. Der spektakuläre Entwurf des “Fafner”-Wurms für eine “Siegfried”- Aufführung (Bayreuth und Berlin) als auch die Lehrsammlung sind prägend für Generationen von Bühnentechniker:innen und Szenograf:innen. Das durch die Senatskanzlei Wissenschaft geförderte Projekt des Instituts für Theaterwissenschaften der FU Berlin wurde von digiS mitbetreut.
Ein weiteres großes Kooperationsprojekt zwischen dem Technikmuseum, der Erich Spiekermann Foundation sowie der Kunstbibliothek (SPK) und der Staatsbibliothek (SPK) erschließt digitalBerlins typografisches Erbe, indem historische Druckschriften als Schriftmusterbücher sowie als Andrucke von Blei-, Holz- und Kunststofftypen digital und open access zugänglich gemacht werden.
Künstlerische Spuren des 20. Jahrhunderts sind Thema beim Georg Kolbe Museum. Nachdem die eigentliche Sammlung Georg Kolbes digital nahezu komplett veröffentlicht ist, digitalisiert das Haus die Werke der Künstlerkolleg:innen Kolbes sowie Objekte aus Kolbes privater Kunstsammlung und einige frisch erworbene Teile seines Nachlasses.
Auf einem ganz anderen Gebiet wiederum prägte Hugo Häring das Gesicht Berlins. Der Architekt gehört zu den bedeutendsten Vertretern des Neuen Bauens in Berlin. Mit der digitalen Verfügbarmachung setzt das Baukunstarchiv der Akademie der Künste (AdK) einen Impuls für einen “mutigen und progressiven” Umgang mit nachhaltiger Architektur in Berlin und darüber hinaus.
Die Ost-Berliner Lebenswelten des Fotografen Kurt Schwarz werden vom Industriesalon Schöneweide digital zugänglich gemacht und sind auch bereits auf museum-digital zu sehen. Kurt Schwarz, heute 83 Jahre, war als freier Fotograf in der DDR tätig. Seine Fotos beleuchten die Arbeits‐ und Lebensbedingungen der ostdeutschen Gesellschaft auch jenseits des offiziellen „Wunschbildes der Partei“.
CC BY-NC-SA 4.0: Kurt Schwarz: Sechs Kinder auf Schlitten, 1962, Industriesalon Schöneweide
Westberliner Lebenswirklichkeiten finden sich in den Produktionen der Känguruh-Film GmbH, besonders bekannt sein dürfte die filmische Langzeitstudie “Berlin – Ecke Bundesplatz” (1986-2021). Die Kinemathek macht in ihrem diesjährigen Digitalisierungsprojekt das Produktions- und Fotoarchiv der Känguruh-Film digital zugänglich.
Mit besonderen Gegenwartsbezügen warten diese beiden Projekte auf:
Koloniale Kontexte – Das Projekt des Brücke Museums erschließt die Ethnografica-Sammlung von Karl Schmidt-Rottluff. Die Daten der Sammlung sind bereits jetzt öffentlich verfügbar auf Wikimedia Commons. Digitalisierung, Erschließung und Veröffentlichung erfolgen im Austausch und im Dialog mit Expert:innen aus dekolonialen Initiativen, BIPoC und Zivilgesellschaft.
Migration, Flucht als Stadtteilgeschichte – Das FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum dokumentiert die Folgen von Flucht innerhalb des Stadtteils. Ebenfalls als großes Kooperationsvorhaben aufgesetzt, wird die Besetzung der früheren Gerhart-Hauptmann-Schule (GHS) in Kreuzberg durch Geflüchtete vom Museum digital dreidimensional dokumentiert, wissenschaftlich erforscht und sozialhistorisch analysiert. Details zu allen Projekten finden sich ab April 2022 in den Abschlussberichten auf unserer Website.
Netzwerk-Konferenz 2021
Die Pandemie treibt die Digitalisierung in den Kulturerbeinstitutionen voran: Prozesse, Strukturen, Kommunikation und Zusammenarbeit müssen neu gestaltet werden. Wie beeinflussen äußere und innere Faktoren die Projektpraxis, die Projektkommunikation, -arbeitsweisen, -ethiken und letztlich natürlich die (fachlichen) Ergebnisse? Mit diesen (neuen) Herausforderungen haben sich die Teilnehmer:innen und Gäste auf unserer 9. digiS-Jahreskonferenz “If life gives you lemons, make lemonade” – vom Umgang mit dem Unerwarteten. Digitale Transformation gestalten” auseinandergesetzt. Die Diskussion dieser Themen stand im Mittelpunkt der World Cafés, die den zweiten Tag der Konferenz prägten. Bereits am ersten Tag ging Dr. Doreen Mölders (LWL-Museum für Archäologie) in ihrer Keynote auf die Thematik ein. Wir danken ihr sowie allen unseren Moderator:innen der World Cafés – Barbara Thiele (Jüdisches Museum Berlin), Silvia Faulstich (Technologiestiftung Berlin/kulturBdigital), Dr. Christian Bracht (Bildarchiv Foto Marburg) und Sarah Metzler (Landesverband der Museen zu Berlin LMB) – sowie unseren Projektpartner:innen und Gästen für ihre wertvollen Inputs und Beiträge.
Wir freuen uns, dass auch in diesem Jahr viele Interessierte an unserem Workshop-Angebot, das in Form von Online-Veranstaltungen stattgefunden hat, teilgenommen haben. Um alle digiS Termine rechtzeitig mitzubekommen, abonnieren Sie gerne unseren Newsletter. Schreiben Sie uns dafür eine Mail an digis@zib.de. Die Termine finden Sie auch regelmäßig auf der Website.
Wir bleiben auf dem Laufenden: Nach der Urheberrechtsreform vom Juni 2021 wurde im November in Zusammenarbeit mit Dr. Paul Klimpel (iRights.Law) und Katrin Lehnert (DDF) das Bulletin “Urheberrechtsreform 2021. Neue Chancen für das kulturelle Erbe” veröffentlicht. Es bietet eine erste Analyse zur Urheberrechtsreform und ihrer Bedeutung für Kulturerbeinstitutionen.
Die Ausschreibung für den nächsten Förderzeitraum bot erstmals die Möglichkeit auch überjährig Fördermittel für Digitalisierungsprojekte zu beantragen. Die Juryempfehlung Anfang Dezember fiel entsprechend aus. Es werden insgesamt für die Jahre 2022 und 2023 nun 23 Projekte gefördert. Damit sind für beide Jahre die Fördermittel erschöpft. Eine neue Ausschreibung wird also erst wieder 2023 für das darauffolgende Jahr erfolgen.
Auch für uns geht dieses Jahr nun zu Ende und wir gehen in den Weihnachtsurlaub. Wir freuen uns darauf, Sie und Euch alle gesund und munter im neuen Jahr wiederzusehen. Passen Sie auf sich auf und genießen Sie ruhige Feiertage mit Ihren Liebsten.